Gemeine Ochsenzunge | Anchusa officinalis [SAATGUT]
Beschreibung
super Nektarlieferant
spannender Farbwechsel der Blüten
liebt einen Platz in der Sonne
Die Gemeine Ochsenzunge, auch Gewöhnliche oder Gebräuchliche Ochsenzunge genannt, bekam ihren Namen aufgrund ihrer zungenförmigen Blätter. Sie lässt sich in Steingärten, auf Schotterflächen oder in angelegte Beete etablieren, sofern sie nicht zu nährstoffreich sind. Auch an angelegten Wegrändern überzeugt sie durch ihre strahlenden Blüten. Damit ihr Strahlen besonders zum Vorschein kommt, benötigt sie einen Platz in der Sonne.
Früher verwendete man die Gemeine Ochsenzunge zum Rotfärben von Wolle. Spannend ist der Farbwechsel der Blüten. Zunächst zeigen die Blüten eine rote Färbung, die allmählich von einem violetten Farbton überdeckt wird. Doch auch weiße Blüten sind von Natur aus möglich. Ihre Wurzel kann über einen Meter tief in den Boden wachsen. Als zweijährige Wildstaude bildet sie im ersten Jahr eine Blattrosette aus. Im Folgejahr beschenkt sie dich mit ihren zahlreichen Blüten und hinterlässt auch reichlich Samen, die sich durch Selbstaussaat auch gerne mal ein anderes Fleckchen in deinem Garten aussuchen, wo sie dir zu reichlich Blütennachwuchs in den Folgejahren verhelfen können.
Sie ist ein besonderer Insektenmagnet, der besonders viel Nektar für seine Besucher bereithält. Aufgrund ihrer lebertoxischen Pyrrolizidin-Alkaloide sollte der Verzehr besser den Insekten vorbehalten werden, auch wenn sie früher als Gemüse oder Salat auf dem Teller landete. Insgesamt kann sie 18 Wildbienenarten das Leben versüßen. 4 von ihnen sind auf sie spezialisiert, darunter die stark gefährdete Ochsenzungen-Seidenbiene und die ebenfalls stark gefährdete Ochsenzungen-Sandbiene. Außerdem liefert sie Pollen und Nektar für die in gemütlichen Schneckenhaus Kinderzimmern aufwachsenden Bienenkinder der Zweifarbigen Schneckenhausbiene und der Goldenen Schneckenhausbiene. Die großen Blätter finden einige Nachtfalterraupen zum Anbeißen lecker, wie zum Beispiel der auffallend hübsche Punktbär.
[Quelle: https://www.naturadb.de/pflanzen/anchusa-officinalis/, Stand 03.02.2026]
Zweijährige Pflanzen bilden im ersten Jahr eine Blattrosette aus. Im zweiten Jahr kommt die Gemeine Ochsenzungedann in ihrer vollen Größe und mit ihren bezaubernden Blütenständen zur Geltung.
Aussaat
Einfach die Samen an der gewünschten Stelle im Garten oder Kübel mit der Hand auf die Erde obenauf streuen, andrücken und mindestens 6-8 Wochen feucht halten.
en détail:
Sehr feines Saatgut kannst du mit trockenem Sand vermischen; so lässt es sich gleichmäßiger streuen und du siehst auch besser, wo du bereits Saatgut verstreut hast und an welcher Stelle noch etwas fehlt.
Wie bei den meisten Wildpflanzen, handelt es sich auch bei dieser um einen Lichtkeimer, d.h. die Samen dürfen nicht mit Erde bedeckt werden, sondern müssen obenauf liegen. Lediglich ein wenig Andrücken ist von Vorteil, damit eine Bodenhaftung entsteht. Dann brauchst du nur noch angießen und voilà, das war es schon. :)
Wir empfehlen dir eine Aussaat im Frühling oder Herbst, grundsätzlich kannst du die Pflanzen aber auch das ganze Jahr über aussäen, sofern sie nicht in der prallen Sonne stehen und austrocknen. Im ersten Jahr sollten die Pflanzen immer noch hin und wieder gegossen werden, damit sie sich gut einwurzeln können. Wenn du den richtigen Standort in deinem Garten ausgewählt hast, heißt es im zweiten Jahr dann 'genießen statt gießen'. Lediglich im Kübel bleibt die Gießkanne dein Freund.
Gemeine Ochsenzunge | Anchusa officinalis
heimische, zweijährige Wildpflanze
Standort: sonnig
Wasserbedarf: frisch bis trocken
Nährstoffe: normal
Blütenfarbe: violett
Blütezeit: Mai bis September
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Wuchsbreite: 30 bis 40 cm
Topfgröße: 12 cm Rundtopf (0,69 Liter)
Bestandssituation (Rote Liste): mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Vorwarnliste
[Quelle: https://www.rote-liste-zentrum.de/de/Detailseite.html?species_uuid=d845dabb-c43b-417b-99ff-0f5215c8c84c, Stand: 03.02.2026]
Wildpflanzen Saatgut ist kein hoch gezüchtetes Saatgut, das eine 100%ige Keimquote aufweist. Im Gegenteil ist es eine Überlebensstrategie der Natur, nicht alle Samen im Folgejahr keimen zu lassen. Daraus folgt eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, um am jeweiligen Standort auch nach beispielsweise Überflutung oder Dürre infolge von Extremwetterereignissen noch fortbestehen zu können. Einige Samenkörner keimen sogar erst nach 100 Jahren. Saatkisten kannst du daher gerne auch einige Jahre draußen stehen und dich überraschen lassen, ob in den Folgejahren noch neue Keimlinge erscheinen. Es bleibt also spannend und wird nie langweilig. :)
Bis zur Aussaat sollte das Saatgut möglichst dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Viel Freude beim Aussäen und genießen!
Dein Saatgut füllen wir liebevoll von Hand ab. Wenn du größere Mengen benötigst, melde dich gerne.
Rechtlicher Hinweis: Diese Wildpflanze wird von uns lediglich zu Zierzwecken verkauft. Heilwirkungen oder Angaben zum Genuss, auf die wir hinweisen, dienen nur der allgemeinen Information.